VOCO "Dental Education": Zahnärztliche Fortbildung "Postendodontische Versorgung mit glasfaserverstärkten Wurzelstiften"
Glasfaserverstärkte Composite-Wurzelstifte stellen eine von Zahnärzten zunehmend favorisierte Möglichkeit einer metallfreien postendodontischen Versorgung dar. Zu diesem Thema fand am 27. Februar in Berlin ein Seminar mit Hands-on-Kurs statt, das von der Praxisgemeinschaft „Curadentis – Zentrum für Zahngesundheit“ und VOCO organisiert wurde.
Vorteile glasfaserverstärkter Wurzelstifte
Den Auftakt zu dieser Veranstaltung machte Dr. Oliver Haß (VOCO, Wissenskommunikation) mit einem materialwissenschaftlichen Vortrag zu diversen, aus verschiedenen Werkstoffen bestehenden Stiftsystemen. Der Fokus lag hier auf glasfaserverstärkten Wurzelstiften. Diese, so Dr. Haß, weisen eine Reihe von Vorteilen gegenüber Stiften aus anderen Materialien auf. So verfügen sie im Gegensatz zu Metall- oder Keramikstiften über dentinähnliche mechanische Eigenschaften. Dies sorgt für eine wesentlich höhere Elastizität, wodurch es zu einer gleichmäßigen Verteilung der auftretenden Kräfte und damit zu einer Minimierung der Gefahr von Wurzelfrakturen kommt. Darüber hinaus verfügen diese Wurzelstifte über eine hohe Biegefestigkeit und damit eine hohe Ermüdungs- und Bruchresistenz. Mit ihrer zylindrisch-konischen Geometrie entsprechen sie der Wurzelanatomie und ermöglichen so eine substanzschonende Präparation. Glasfaserverstärkte Wurzelstifte zeichnen sich außerdem durch eine hohe Biokompatibilität aus und sind gegebenenfalls auch leicht zu entfernen, wogegen Metall- und Keramikstifte nur unter hohem Perforationsrisiko wieder entfernbar sind. Im zweiten Teil des Vortrags widmete sich Dr. Haß der adhäsiven Befestigung von Wurzelstiften. Er kam zu dem Schluss, dass glasfaserverstärkte Wurzelstifte ausschließlich adhäsiv eingesetzt werden sollten, weil die Adhäsivtechnik insbesondere bei konischen Stiften die Retention erhöht und eine bessere Abdichtung zwischen Kanalwand und Stiftoberfläche gewährleistet.
Hands-on-Kurs mit Rebilda Post System
Nach dem Vortrag von Dr. Haß simulierten die Teilnehmer an einer eigens aufgebauten Hands-on-Station mit Artikulatoren die Behandlung mit Rebilda Post System und konnten sich dabei von den Vorzügen dieses Komplettsets mit optimal aufeinander abgestimmten Komponenten überzeugen. Die Veranstaltung bot den Teilnehmern damit einen umfassenden und auf den Praxisalltag zugeschnittenen Einblick in das Themenfeld der postendodontischen Versorgung und wird von der KZV Berlin mit 5 Fortbildungspunkten bewertet.
Presse-Ansprechpartner:
Dr. Olaf Krems, VOCO GmbH – Public Relations
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