Wissenschaftliche Infos
Nanotechnologie
Modernste Techniken erlauben es heutzutage, Füllkörper mit einem Durchmesser von weniger als einem Mikrometer (10-100 Nanometer) herzustellen. In diesem Prozess müssen die einzelnen Partikel an der Oberfläche beschichtet werden, da Teilchen dieser äußerst geringen Größe ohne Beschichtung zu größeren Aggregaten verklumpen (Agglomeration). Diese Agglomerate verhalten sich physikalisch wie Mikrofüllkörper. Eine Erhöhung des Füllstoffgehalts eines Komposits mit Mikrofüllern führt stets zu einer Erhöhung der Viskosität, deshalb kann der Anteil an Füllstoffen nicht beliebig gesteigert werden - das Material würde für eine Verarbeitung zu fest.
Nicht agglomerierte Nanopartikel hingegen verhalten sich eher wie eine Flüssigkeit, so dass ein höherer Füllstoffgehalt nicht mit einer Erhöhung der Viskosität einhergeht. Nur so ist es möglich, Komposite mit ca. 90% Füllstoffgehalt bereitzustellen. Auch das fließfähige Komposit Grandio Flow mit über 80% Füllstoffgehalt wäre ohne den Einsatz von Nanotechnologie nicht zu realisieren.
Durch die Oberflächenbeschichtung der Nanopartikel werden diese während der Polymerisation hochgradig mit dem Harz vernetzt; diese erhöhte Vernetzung in Kombination mit einem hohen Füllstoffgehalt ist die Voraussetzung für die außergewöhnlichen physikalischen Eigenschaften nanogefüllter Komposite.

